®

Service > Lexikon > K
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Kaltwasser-Klimasystem
Bei Kaltwasser-Klimasystemen befinden sich der komplette Kältekreislauf (Primärkreislauf) im Außengerät. Dort wird das Wasser abgekühlt und über ein zweites Rohrleitungssystem (Sekundärkreislauf) zu den Verbrauchern im Raum gebracht wird. Diese Art von Klimatisierung eignet sich besonders bei Objekten, wenn mehrere Räume klimatisiert werden.
Kälteleistung
Die Kälteleistung oder Kühlleistung gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit des Klimagerätes. Um die richtige Kälteleistung zu ermitteln ist eine Kühllastberechnung notwendig. Die Angabe der Kälteleistung erfolgt meist in Watt, dieser Wert ist nicht zu verwechseln mit der Leistungsaufnahme des Klimagerätes, welcher ebenfalls meist in Watt angegeben wird und niedriger ist. Weitere Maßeinheiten für die Kälteleistung sind kcal/h oder auch Btu/h. Alle diese Werte beziehen sich auf den gleichen Sachverhalt: die Fähigkeit, Wärme in einem bestimmten Zeitraum abzugeben oder aufzunehmen. Alle Maßeinheiten sind äquivalent: 1 Watt = 3,44 Btu/h bzw. 1 kcal/h = 4 Btu/h.
Kältemittel
Erzeugung von Kälte bedeutet Entziehung von Wärme. Als Kältemittel bezeichnet man die Arbeitsstoffe, die in Kältemaschinen den Wärmetransport übernehmen. Grundsätzlich könnte jeder Stoff als Kältemittel verwendet werden, welcher bei den technisch erreichbaren Drücken verflüssigt und bei den gewünschten Temperaturen verdampft werden kann. Das bedeutet, daß kritische Temperatur und kritischer Druck ausreichend weit oberhalb, die Erstarrungstempertur unterhalb, der üblichen Betriebsbedienungen liegen müssen. Wenn sich aber nur wenige Stoffe als Kältemittel einführen und behaupten konnten, so liegt das an den hohen Anforderungen, die an die physikalischen und chemischen Eigenschaften zu stellen sind und welche durch die Konstruktion und Arbeitsweise der Kältemaschine bestimmt werden. Eine entscheidende Rolle spielen ferner die physiologischen Eigenschaften der Kältemittel und Ihrer Spaltprodukte in Ihrer Wirkung auf Mensch, Tier und Natur. In der Klimatechnik werden keine Kältemittel verbraucht, sie werden nur gebraucht, da sie sich in einem geschlossenem Kreislauf befinden.
Kompaktklimagerät
Durch geringe Abmessungen können Kompaktgeräte auch dort eingesetzt werden, wenn z.B. die Montage eines Außengerätes nicht möglich ist. Für die Montage wird nur ein Durchbruch benötigt. In diesem Durchbruch wird dann das Chassis befestigt und das Fensterklimagerät nur noch eingeschoben.
Kompressor
Im Kompressor wird das gasförmige Kältemittel verdichtet, wobei es sich stark erhitzt. Von dort wird das unter hohem Druck stehende Kältemittel zum Verflüssiger befördert. Es gibt verschiedene Bauformen von Kompressoren. In fahrbaren Klimageräten und Splitklimaanlagen werden meistens vollhermetische Verdichter wie z.B. Scroll-, Rollkolben-, oder Hubkolbenverdichter eingesetzt. In größeren Klimazentralen werden vorzugsweise Hubkolben-, Schrauben- oder auch Turboverdichter verwendet. Der Kompressor ist bei Splitklimaanlagen zusammen mit dem Verflüssiger im Außengerät untergebracht. Bei mobilen Klimageräten ist der Verdichter immer im Innengerät.
Kondensator
Siehe Verflüssiger
Kondenswasserleitung
Siehe Tauwasserleitung
Kühllastberechnung
Eine Kühllastberechnung bzw. Klimabedarfsberechnung ist notwendig, um die für den jeweiligen Raum richtige Kälteleistung (in Watt) des Klimagerätes zu ermitteln. Die Bestimmung der Gerätegröße ist abhängig von der baulichen Gegebenheit und muß für jeden Raum individuell vorgenommen werden. Dabei ist es entscheidend wie groß die Fenster sind, welcher Sonneneinstrahlung diese ausgesetzt sind und ob eine Beschattung vorhanden ist. Weitere Größen, welche berücksichtigt werden müssen sind: Abstrahlungswärme von Personen, elektrischen Geräten, Aufbau des Daches, offenstehende Türen, was liegt unter dem Raum usw.